Depression

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Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen und kann Menschen jeden Alters treffen. Im Laufe des Lebens kommt fast jede(r) als nahestehende Person oder Betroffene(r) mit dem Thema Depression in Berührung. Wie sich Depressionen äußern können und wie man sie behandelt, besprechen Ismene, Sebastian und Moritz in dieser Folge von Jung und Freudlos - Euerem Podcast aus der Psychiatrie.

"Bin ich depressiv?" Die Deutsche Depressionshilfe bietet hier einen Selbst-Test. Dieser Stimmungsfragebogen liefert eine erste Einschhätzung ob eine Depression vorliegen könnte. Er ersetzt natürlich keine medizinische Diagnose und soll lediglich Hinweise über das mögliche Vorhandensein einer Depression liefern.

An wen kann ich mich bei einem Veracht auf Depression wenden? Die erste Anlaufstelle ist tatsächlich die Hausärztin oder der Hausarzt. Auch die Telefonseelsorge bietet Betroffenen und Angehörigen rund um die Uhr ein offenes Ohr anonym und kostenlos unter der 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Die Telefonseelsorge bietet in mehreren Städten in Deutschland auch Gesrpäche vor Ort an.

Speziell an junge Leute richtet sich das Angebot von FRND.DE . Auf FRND.DE findet man auch Checklisten ob der Freund/die Freundin oder man selbst suizidgefährdet ist.

An Jugendliche (und Eltern von betroffenen Jugendlichen) wendet sich das Angebot von nummergegenkummer.de. Unter der 11 6 111 ist Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr ein Berater zu erreichen. Auch per Email berät die nummergegenkummer.de.

Schnelle Hilfe im Notfall: Ruf die Polizei und den Rettungsdienst unter 110 und 112. Der Notruf nimmt Deinen Anruf ernst und handelt schnell.


Kommentare

Schoki
by Schoki on
Liebe Stefanie Guth, meine beiden Kinder haben den Sprung ins Erwachsenenleben nicht geschafft und sind psychisch schwer erkrankt. Ich wusste gar nichts von psychischen Erkrankungen und bin mit in einen tiefen Abgrund gestürtzt. Aber nicht nur durch die Erkrankung sondern am System. Obwohl die Kinder noch minderjährig sind, werden wir Eltern nicht eingebunden, nicht auf Augenhöhe gesehen sondern mit viel Energie außen vorgelassen. Man tritt in der KJP an wie ein Bittsteller, die Informationen seitens der Ärzte sind spärlich, Klinikberichte werden den Eltern gar nicht erst ausgehändigt. Es gibt lediglich die mündliche Informationen "suchen sie sich mal ne Selbsthilfegruppe, die werden sie brauchen". Ich hatte keine Ahnung, dass man Hilfe im Jugendamt beantragen kann, dass es Eingliederungshilfen gibt etc. Allein die Suche nach einem ambulanten Psychiater zeitnah nach dem Klinikaufenthalt sprengt alle Illusionen hinweg. Geschweige denn Psychotherapeuten. Eines meiner Kinder hat nach 2 stationären Klinikaufenthalten bis heute keine ambulante psychiatrische Betreuung. Wir Eltern suchen uns die Informationen im Internet und aus Büchern zusammen und machen uns einen Reim. Oftmals eine explosive Mischung, weil man kein Rüstzeug hat und keine konkreten Informationen. Hinzu kommen die Widersprüche in der Diagnosestellung. Es kommt mir vor wie Topfschlagen. Ich frage mich manchmal, ob es überhaupt möglich ist, die Erkrankungen klar abzugrenzen und in ein System zu pressen. Meiner Meinung nach sollte eher aufgrund der Symptomatik eine individuelle Therapie erfolgen. Und das innerhalb eines Arbeitsbündnisses mit Patient, Psycho-, Ergotherapeut, Arzt, Angehörige u.a. Aber dazu fehlt das Geld und was ich bisher erlebt habe, das Engagement und die Menschlichkeit. AMEN
Stefanie Guth: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
by Stefanie Guth: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin on
Vielen Dank für euren Beitrag zum Thema Depression. Es ist wichtig darüber ins Gespräch zu kommen, damit betroffene Menschen frühzeitig Hilfe suchen und bekommen können. Besonders im jungen Alter gibt es gute Chancen die Krankheit Depression zu heilen. Je mehr Offenheit und Toleranz dieser Erkrankung gegenüber entsteht, desto eher suchen Menschen Hilfe und Rat, weil sie sich nicht schämen oder gar schuldig fühlen. Ich arbeite als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit Online-Therapie und habe sehr gute Erfahrung in der Begleitung junger Menschen mit depressiver Erkrankung gemacht. Wenn junge Menschen noch zu Hause wohnen, ist es wichtig die ganze Familie einzubeziehen. Alle sollten die Möglichkeit erhalten die Symptomatik zu verstehen und einen Weg des Umgangs damit finden. Dabei können Kinder- und Jugendlichepsychotherapeuten sehr gut helfen. Wenn Unsicherheiten bestehen bezüglich der Symptomatik, lieber zu früh zum Therapeuten gehen als zu spät. Psychotherapeuten sind genau dafür ausgebildet eine ausführliche Diagnostik zu machen und festzustellen, um welche psychische Erkrankung es sich handelt. Wenn es Klarheit über die Diagnose gibt, kann auch die passende Therapie gefunden werden.
SoLu
by SoLu on
Die Folge hat mir wirklich sehr gut gefallen. Vielen Dank dafür. Was ich mir persönlich noch wünschen würde, wäre, wie am Ende kurz angesprochen, was können Angehörige tun? Was hilft? Was nicht? Man möchte die/den Betroffenen nicht bedrängen, aber trotzdem zeigen, dass er/sie nicht allein ist.

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