Schlafmittel und akute Beruhigung

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Ismenes Song: https://www.youtube.com/watch?v=56HSPQHSqEE

Off-Label-Use von Medikamenten: https://www.g-ba.de/themen/arzneimittel/arzneimittel-richtlinie-anlagen/off-label-use/

Der Überblick über Schlafmittel von Dr. Jan Dreher: https://psychiatrietogo.de/2013/02/23/welches-schlafmittel-gebe-ich-wem/


Kommentare

Hanne Hörer
by Hanne Hörer on
Mirtazapin wirkt extrem gut bei Minidosen. Mir reichen 3-5mg. Nervig das nur ifflablegebrauch und kleinste Tabletten Größe 15mg. Gewichtszunahme und Hangover sind Standard.
Hans Hörer
by Hans Hörer on
Die Hafermilch wirkt zwar als Ritual, aber wegen der Aminosäure Tryptophan, was u.a. zu Melatonin und Serotonin verstoffwechselt wird, sollte Milch effektiver wirken.
Susanne
by Susanne on
Tolle Episode. Ich hab schon öfter über längere Zeiten Quetiapin genommen. Ich finde, man ist die ersten 3 Monaten davon auch wie besoffen vorm Einschlafen (wackelig auf den Beinen und kann nicht mehr klar reden/denken/streiten) und man bekommt voll Hunger auf Süßes. Man kann sich gegen das Schlafen kaum wehren. Dann gewöhnt man sich dran und nach spätestens einem Jahr wirkt es nur leicht beruhigend (außer man nimmt immer mehr) und irgendwann bringt es für den Schlaf nichts mehr, außer der dauerhaften Beruhigung/Verlangsamung (ich empfand Retardtabletten etwas angenehmer, weil das nicht so schnell reinhaut und wieder viel zu früh aufhört zu wirken, zumindest am Anfang der Einnahme.) Dieser Rebound-Effekt ist beim Quetiapin auch ziemlich stark, aber ich finde bei Mirtazapin gibt es den auch. Bei Mirtazapin hatte ich ca. 6 Wochen extrem schlechten/kurzen Schlaf nach Absetzen. Bei Quetiapin ist das auch so, aber ich glaub, es dauerte sogar noch etwas länger. Das bekommt man nur hin, wenn man sich vorher seeeeeeehr gut ausgeschlafen hat. Mirtazapin fand ich sehr schrecklich. Ich hatte dauerhaft Durst und Hunger. 15 kg in 3 Monaten. Ich hab 8 l getrunken und hatte danach starken Durst und ich hab das 4 fache vom Normalen gegessen, mein Körper hatte keinen Platz, es staute sich in der Speiseröhre und ich hatte furchtbaren Hunger. Ich hab eigentlich Erfahrung mit Diäten und dachte, ich hab mein Essen extrem gut unter Kontrolle, aber das war echter Horror. Was tut man nicht alles, wenn man verzweifelt ist und eine Hoffnung auf Besserung bekommt, die leider dann nicht so hilfreich war. Ich vertrage Citalopram nicht so gut. Ich hab es aber doch für ein halbes Jahr probiert, wieder aus Verzweiflung. Mit Quetiapin war ich unbrauchbar bis 15 Uhr und hatte sogar so ziemlich jeden Tag Verwirrheitszustände. Das war auch nicht schön. Ich versteh nicht, wieso ich dann trotzdem so eine große Hoffnung habe, dass es mir helfen wird, sodass ich es ein halbes Jahr weiter nehme. Jetzt hab ich andere Medikamente, ist nicht ganz gut, aber auf jeden Fall besser. Joa, so fühlte es sich für mich an. :)
Susanne
by Susanne on
Ich wollte noch gern sagen, dass Pflazen auch Chemie-Medikamente sind. Alles ist Chemie. Ist jedes Mal seltsam für mich, wenn insbesondere Ärzte Pflanzen oder irgendwelche Alternativmittelchen als "Natur" im Gegensatz zu normalen Tabletten "Chemie" darstellen. Milch und Honig sind auch Chemie.
Jane Hörer
by Jane Hörer on
Am anderen Ende der Altersskala (in der Inneren Medizin) geben wir in der Klinik, also kurzfristig, oft Melperon oder Pipamperon. V.a. Das Sturzrisiko scheint geringer zu sein als bei Benzodiazepinen.

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