Jung und Freudlos

Kinder- und Jugendpsychiatrie

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Über die Klinik, in der Dr. Sebastian Herr arbeitet: https://www.uniklinik-freiburg.de/kijupsych.html

Die deutsche Fachgesellschaft für KJP: http://www.dgkjp.de/

Ein Artikel aus der Zeit von 2015: https://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/50/jugendpsychiatrie-eberswalde-essstoerung-depression-selbstverletzung-behandlung


Kommentare

Team von Jung und Freudlos
by Team von Jung und Freudlos on 24. September 2019
Vielen Dank für Deinen kritischen Kommentar. Wir würden auf ihn gerne in unserer Jubiläumsfolge am 05.10.2019 eingehen. Darin dann mehr dazu. Moritz von Jung und Freudlos
Über die "Geschützte Station"
by Über die "Geschützte Station" on 21. September 2019
Man muss sich leider fragen, ob diese Folge ein kritischer Blick auf das Thema oder eine Werbung für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Freiburg sein soll. "Geschützte Station" mag als Euphemismus für "Freiheitsentzug" dienen, ist jedoch keine treffende Beschreibung. Ihr erzählt vom Ausgangssystem, aber nicht, wie sehr dieses willkürlich nach Laune der Ärzte, oder am Wochenende auch gerne mal der Pflegekräfte, festgelegt, verändert oder als Sanktion gebraucht wird. Ihr erzählt von Medikation, aber nicht über die unzureichende Aufklärung und den Druck, der in Bezug auf die Einnahme ausgeübt wird. Ihr erzählt nicht von Zwangsernährung, die teilweise gerechtfertigt sein mag, teilweise einen ungerechtfertigten Grundrechtseingriff darstellt. Ihr sprecht auch nicht von Beleidigungen durch die Pflegekräfte, den Drohungen und einem System, das oftmals nur "funktioniert", weil es auf Angst und Strafe baut. Auch meine Ausführungen wirken wie eine einseitige (jedoch von zahlreichen ehemaligen Patientinnen und Patienten geteilte) Ansicht. Aus diesem Grund wäre es angebracht, nach Zahlen zu suchen: Wie viele Patienten werden entlassen? Wie groß ist der Prozentanteil, der danach mehrmals wieder kommt? Wie groß ist der Prozentanteil, der bis ins Erwachsenenalter hinein von Psychiatrie zu Psychiatrie geht? Wie oft sind Ursache hierfür Falschdiagnosen und falsche, teilweise gänzlich ausbleibende Behandlung? Wie oft ist die während des stationären Aufenthaltes eingetretene Verbesserung eine tatsächliche Verbesserung, wie oft ist sie jedoch nur Folge von ausgeübtem Druck und Angst des Patienten? Wie viele der Patienten würden in diesen Psychiatriekreis gar nicht erst hineingelangen, wenn man ihnen den Aufenthalt oder Behandlungsfehler erspart hätte? Was wären Veränderungsmöglichkeiten? Fragen, die man sich stellen könnte oder müsste, wenn man ein Thema kritisch beleuchten will. Letztendlich bleibt die Frage, was das Ziel dieses Podcasts sein soll. Bei anderen Folgen entstand durchaus das Gefühl, dass Thematiken auch kritisch beleuchtet werden. Ziel dieser Folge soll es jedoch scheinbar sein, darüber aufzuklären, was für eine tolle Institution die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist. Eine etwas einseitige "Aufklärung" - man kann nur hoffen, dass die Hörer selbst hinterfragen, ob dies auch der Wahrheit entspricht. Von einem Podcast, der sich selbst als "Wissenschaftspodcast" verstehen will, kann man an dieser Stelle mehr erwarten.

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