Dysthymie und Double Depression

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Noch einmal Infos zum Nachlesen: https://www.depressionsliga.de/wissensdatenbank/chronische-depressionsformen.html

Über CBASP: https://www.cbasp-network.de/

Ein Interview mit einer Betroffenen: https://mutmachleute.de/dysthymie-ich-bin-leben-das-leben-will-inmitten-von-leben-das-leben-will-albert-schweitzer/


Kommentare

tk
by tk on
Schöne Grüße aber es gibt im ICD keine double Depression. Das aus gutem Grund. Episode und Dysthymie schließen sich definitionsgemäß aus! Ob bei jemanden mit Dysthymie mal eine Episode kommt oder bei jemanden in einer Episode das in eine Dysthymie übergeht, ist schlicht nicht vorhersagbar. Jeder entsprechende Diagnose ist pure Wahrsagerei. Entweder depressive Episode oder Dysthymie die Vergangenheit ist uninteressant. Chronische Depression ist eh aussen vor. Ein Verweis auf ICD 11 wäre schön gewesen den neben Dysthymie kommen dann 6a80.2 und 6a80.3 als chronische Depressionsvarianten. Leiden durch Behandlung gemindert werden kann? ähm nein KANN nicht muss. leider Statt Heilung von chronischen Erkrankungen von Latenz sprechen?
Annette
by Annette on
Aus meiner Erfahrung als Psychotherapeutin würde ich zustimmen, dass die Dysthymie eine wichtige Rolle gerade in der ambulanten Praxis spielt also häufig vorkommt und auch, dass oft Traumata zugrundeliegen, Bindungstraumata zum Beispiel. Ergänzen möchten ich daher die Option, wenn nicht die Notwendigkeit, sich in der Therapie dann auch gezielt mit diesen prägenden, kindlichen Erfahrungen (traumatherapeutisch) auseinanderzusetzen! Diesen Hinweis habe ich vermisst und auch die Schematherapie könnte man noch erwähnen zur Bearbeitung tiefsitzender Muster, viele Grüße - Danke für Eure Idee
Leon
by Leon on
Hallo zusammen, vielen Dank für diese schöne Folge, habe mich paradoxerweise (bei dem eigentlich doch sehr ernsten Thema) gut unterhalten und informiert gefühlt. Bin ein wenig überrascht wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann, ich hatte anders als der hier zu lesende Kommentar gar nicht das Gefühl, dass die Dysthymie "runtergespielt" wird, sondern, dass es hier eher um die diagnostischen Kriterien und damit um die Ausformung ging - will sagen, die Symptome sind nun einmal nicht dauerhaft so stark wie bei einer Depression. Trotzdem kann sich wahrscheinlich jeder gut vorstellen, dass es schrecklich ist dauerhaft über Monate und Jahre mit leichten Knieschmerzen durch die Welt zu gehen, auch wenn diese vielleicht nicht so schlimm sind wie ein echter Bruch, der zwar höllisch schmerzt, dann aber auch wieder vorbei geht. Vielleicht an diesem Punkt noch eine kurze allgemeine Anmerkung: Ich lese in Euren Kommentaren immer wieder Nachrichten von Fachleuten (zum Teil auch recht vorwurfsvolle), die sich beklagen, dass ihr persönliches "Herzensthema" nicht ausreichend gewürdigt wird, aber das sind schon sehr hohe Anforderungen: Wenn jedes Leiden mit jeder Therapieform und jeder Facette behandelt würde, hätten wir ja wahrscheinlich 15 Stunden-Folgen - nicht, dass ich mich persönlich daran stören würde, aber dafür seid ihr glaube ich nicht angetreten, oder? ;-) Ansonsten macht bitte weiter so und lasst Euch nicht von Kritteleien oder emotionalen Ausbrüchen Eurer Hörer entmutigen! Lieben Gruß
Larissa
by Larissa on
Ich habe mich als Psychotherapeutin sehr gefreut, dass das Thema Dysthymie hier in einem Podcast behandelt wird. Jetzt finde ich es wirklich erschreckemd, dass die Dysthymie hier von eigentlich Fachleuten so heruntergespielt wird und als "nicht so schlimm" abgetan wird (danke an dieser Stelle an Ismene, die immerhin versucht, es zu retten!). Über 2 Jahre hinweg dauerhaft erkrankt zu sein, ist unfassbar schlimm füt die Betroffenen. Der Beitrag ist auch nicht wirklich gut recherchiert. Sehr schade. Trotzdem gefällt mir die Idee eines Podcasts aus der Psychiatrie, vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, die Infos noch zu verbessern/richtigzustellen. Viele Grüße

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