Jung und Freudlos

Bipolare affektive Störung

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Die Seite der deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V.:

https://dgbs.de/

Zum Thema Selbsbestimmung etc.:

https://www.dgppn.de/schwerpunkte/menschenrechte.html

Gedichte bipolarer Autorinnen und Autoren:

https://dgbs.de/dgbs-kreativ/gedichte/weitere-gedichte/


Kommentare

Melli
by Melli on
Vielen Dank für diese Folge! Ich glaube, dass sie sehr wichtig ist, um zu zeigen, was eine Bipolare Störung wirklich ist. Viele haben eine Vorstellung, die jedoch von de rRealität sehr häufig abweicht. Auch wenn es drastisch klingt, habt ihr mit der Wortwahl, das eine Manie sehr gefährlich sei, den Nagel auf den Kopf getroffen. Sicher, für mich als Betroffene fühlt sich in diesem Moment alles total super an und ich denke an keinerlei Konsequenzen, die das nach sich ziehen kann. Als ich dieses Jahr mit einer Manie in die Psychiatrie kam, merkte ich erst, als sie vorbei war, und ich in einer schweren Depression steckte, was alles passiert war: Ich habe mein ganzes Vermögen verschleudert, Verträge für Dinge unterschrieben, die ich gar nicht benötigte, habe meine Wohnung gekündigt, jeden Tag massiv Alkohol konsumiert, Hypersexualität mit größter Risikobereitschaft, fast den Job verloren, Probleme am Arbeitsplatz, sämtliche gute Bekannten gingen. Ich war für meine Freunde "nicht greifbar","viel zu hoch oben","Gedankenrasend", sodass sie meinen Gesprächen eh. nicht mehr folgen konnten. Die Konsequenzen, die ich nun trage: an meinen alten Arbeitsplatz kann ich nun (erstmal nicht) zurück, ich bin wohnungslos, habe kein Erspartes mehr, ein massiv reduziertes soziales Umfeld, bekomme Krankengeld. Die Wohnungssuche gestaltet sich wegen der geringen Einkommens schwierig und keiner aus der Familie ist nach dem letzten Desaster bereit, eine Bürgschaft für mich zu übernehmen. aber die Manie und was sie anrichtet ist ebenso für die Familie und Freunde (die dann noch über sind) schwer. Ich glaube, man kann so viel über eine Bipolare Störung lesen, wenn man diese Extreme nie selbst erlebt hat, kann. man es nicht wirklich verstehen. Und man kann so wohl auch nicht verstehen, warum ich mich so schwer tue, die Manien rechtzeitig (mit Hilfe) zu unterbinden. Weil in der Manie selbst, ist sie die schönste Krankheit der Welt. Schlimm wird es erst, wenn man den (gigantischen) Scherbenhaufen vor sich hat. Und dann in die Depression verfällt.
Sabine S
by Sabine S on
Die Folge war informativ, nur was mich wahnsinnig gestört hat, war das ständige Gekichere und Lachen. Bitte versucht euch mal vorzustellen, dass eure Beiträge von Leuten gehört werden die selber betroffen oder die Angehörige sind und nicht so selten brisante und traumatische Erlebnisse hatten. Durch das Lachen fühlt man sich veralbert und nicht ernst genommen. Ich verstehe ja, ihr seid distanzierte Profis, wahrscheinlich aus Selbstschutz, aber etwas mehr Einfühlungsvermögen wäre für die Zuhörer besser. Bitte denkt immer daran dass es draußen Betroffenen gibt die zuhören.

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